Teguise

Gemeinde: Teguise,
Schwierigkeitsgrad: mittel (nur für Personen geeignet, die auch halbhohe Mauern überwinden können),
Reine Gehzeit: ca. 1,5 h, einzuplanen sind gut 2 Std.

Vogelschützer weisen darauf hin, dass vom 1. März bis Mitte Juni vom Aussterben bedrohte Schmutzgeierpaare Brutpflege betreiben. Verhalten Sie sich ruhig und bleiben Sie auf den Pfaden.

Die Mitnahme von Hunden ist im Barranco de Tenegüime ganzjährig untersagt.

> lange Varianten der Barrancotour gibt es hier und hier).

Ausgangs- und Endpunkt ist der Friedhof von Guatiza, der westlich außer- bzw. oberhalb des Dorfes liegt.

Anfahrt: Zu erreichen z.B., indem – aus Richtung Süden kommend – im Dorf Guatiza die 1. Straße nach links abgebogen wird. Das Sträßchen führt zum westlichen Ortsausgang und über eine kleine Brücke über die Schnellstraße, hoch zum gut sichtbaren Friedhof, wo geparkt wird.

Zu Fuß geht es die kurvige Straße wieder hinab. Kurz hinter der nicht zu übersehenden Baumgruppe zweigt links – unmittelbar vor Beginn der Leitplanke – ein Sandweg ab.

Der bequem zu gehende Weg führt stets linksseitig des steinigen Barranco-Ausläufers in Richtung Barranco-Bett, vorbei an interessanten Basaltformationen und einigen Höhlen und geht nach einer Weile in einen sandigen Pfad über. Über Mauerdurchbrüche und/oder ein paar stufenförmige Steine sind die folgenden, terrassierten Ebenen – immer links vom Barranco-Ausläufer – bequem zu erreichen. Bei den schräg rechts zu sehenden, kreisförmig gemauerten Steinen handelt es sich um ein altes Brunnenloch, das schon seit Jahren ausgetrocknet ist.

Kurz nach einem kleinen, verfallenen Steinhäuschen geht es im Barranco-Bett weiter. Höhere Felsen können rechts- oder linksseitig über Trampelpfade leicht überwunden werden.

In den beeindruckenden Felsformationen und -vorsprüngen nisten einige auch seltene Vogelarten wie der Schmutzgeier, und insbesondere in regenreichen Wintern sind diverse endemische Pflanzenarten zu finden.

Eine hohe Felswand – wir haben sie „Kletterfelsen“ getauft – bildet das Ende dieses 1. Abschnitts.

Seit 2022 befindet sich am Fuße der Felswand eine Gedenktafel für einen tödlich verunglückten Wanderer.

Der Aufstieg aus dem Barranco-Bett erfolgt wenige Meter links von der Gedenktafel über einen gut sichtbaren Pfad.

Nach wenigen Minuten wird eine alte, gesetzte Mauer erreicht mit einem recht markanten Durchbruch.

Unmittelbar vor diesem Durchbruch zweigt links der Pfad ab, der oberhalb des Barranco-Betts zurück zum Friedhof führt und gut zu erkennen ist. Aus der Vogelperspektive gibt es herrliche Blicke in den Barranco und über die Hochebene, und ab und zu bieten sich Felsgruppen als Rastplatz an.

Fauna und Flora im Barranco de Tenegüime:

Ein Hinweis vorab: Der Barranco de Tenegüime steht unter Landschaftsschutz, denn er beherbergt auch seltene und endemische Vogel- sowie Pflanzenarten. Der Mensch darf sich hier aufhalten, allerdings nur als stiller Bewunderer, Beobachter und Wanderer. Das Mitführen oder gar Aussetzen von Hunden oder anderen Tieren ist verboten.

Auswahl der Flora im Barranco de Tenegüime:

Auswahl einiger Vogelarten im Barranco de Tenegüime:

  • Burhinus oedicnemus (Triel / alcaravan común),
  • Alectoris bárbara (Klippenhuhn / perdiz moruna),
  • der auf Lanzarote häufig vorkommende Anthus berthelotii (Kanarenpieper / bispita caminero),

an den Steilhängen:

  • Falco tinnunculus canariensis (Turmfalke / cernícalo),
  • Columba livia canariensis (Felsentaube / paloma bravía),
  • Neophron percnopterus (Schmutzgeier / guirre od. alimoche),
  • der – wie der Schmutzgeier – unter strengem Schutz stehende Gelbschnabel-Sturmtaucher Calonectris diomedea (pardela).

Februar 2024 – nach einem außergewöhnlich warmen und trockenen Winter

März 2017

November 2016

März 2016

Februar 2009 – dieser Winter war sehr feucht:

3 Kommentare

  1. Schöne Wanderung in ein einsames Tal. Entgegen der Beschreibung kann man bereits ab der kleinen Brücke dem Barranco folgen (Einstieg unmittelbar vor Beginn der linken Leitplanke). Man vermeidet damit den wenig attraktiven Streckenabschnitt entlang der Schnellstrasse.
    Wichtig auch noch: Die schroffe Felswand, auf die man im Barranco genau zuwandert, ist noch nicht der „Kletterfelsen“! Man muss dem Barranco, der vor dieser Wand eine Biegung nach Norden macht, noch eine Weile folgen, bevor es nach oben geht.

    1. Wir haben heute die Wanderung entsprechend geändert. Der Weg ist deutlich romantischer und abwechslungsreicher. Nochmals vielen Dank für den Hinweis!

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