Der verschwundene Ort Santa Margarita

Der verschwundene Ort Santa Margarita

Westlich von Guatiza soll es im 16. und bis ins 17. Jahrhundert hinein einen Weiler gegeben haben mit dem Namen Santa Margarita. Es gibt kaum noch Spuren einer Ansiedlung dort und nur wenige Überlieferungen zu ihrer Existenz, dafür aber folgende Legende zu ihrer Entstehung: Einer frommen Frau aus Uga, große Verehrerin der Heiligen Margarita, war…

Barrancos

Barrancos

Barrancos sind Vulkanschluchten, die direkt ins Meer münden oder in flacheren Küstenbereichen zunächst in Fluss- oder Bachbetten übergehen. Auf Lanzarote führen Barrancos nur zu regnerischen Zeiten Wasser. Bei starken Regenfällen entwickeln sie sich zu reißenden Flüssen mit erheblicher Erosionswirkung. In den letzten Jahrzehnten wurden in einigen urbanen Gebieten Barranco-Abschnitte kanalisiert. Das Wasser hält sich allerdings…

Maretas

Maretas

Maretas sind unterhalb von Vulkanen horizontal angelegte, große und ummauerte Flächen, auf die von Vulkanen ablaufendes Regenwasser über Kanäle geleitet wurde. Durch eine Schicht aus Lehm wurden die Maretas abgedichtet. Mit der Ausdehnung der Kalkproduktion auf Lanzarote – die ersten Kalköfen wurden im 16. Jahrhundert im Süden der Insel gebaut – wurde zusätzlich eine Kalkschicht…

Aljibes

Aljibes

So werden Zisternen / Wasserreservoirs genannt. Zum Bau einer Aljibe wurde früher zunächst eine meist rechteckige, manchmal auch runde Grube ausgehoben und darin mit Natursteinen bis zu 80 cm dicke Beckenmauern und der Beckenboden gebaut. Die Mauern und der Boden wurden mit einer Lehmschicht verputzt. Ecken und der Boden wurden dabei häufig abgerundet. Diese bis…

Alcogías (Synonym: Alcogidas)

Alcogías (Synonym: Alcogidas)

Alcogías bzw. Alcogidas sind meist rechteckig angelegte Auffangflächen, um das Regenwasser zu sammeln und sodann in Zisternen einzuleiten. Einige besonders große Alcogidas wurden in Hanglage von Vulkanen angelegt und mit einer Kalkschicht abgedichtet. Sie sind an ihrer hellen Farbe selbst aus der Ferne gut zu erkennen. Auf dem folgenden Bild ist die Auffangfläche der großen…

Traveseros (Synonym: Nateros)

Traveseros (Synonym: Nateros)

Traveseros bzw. Nateros sind horizontale Anbauflächen in Barrancos, die talseitig durch Staumäuerchen und -mauern aus Natursteinen begrenzt sind. Die Natursteinmauern hatten und haben zwei Funktionen: Zum einen lässt das Mauerwerk herab fließendes bzw. stürzendes Wasser etwas gebändigt ablaufen, und zum anderen wird die fruchtbare Erde hinter den Mauern zurück gehalten. Früher wurden dort überwiegend Feigen-…

Bebederos (Synonyme: Gavias sowie Beberos)
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Bebederos (Synonyme: Gavias sowie Beberos)

So wurden früher mit Natursteinmauern umfasste, meistens stufenförmig angelegte Ackerflächen genannt, auf die u.a. von Vulkanen, durch Barrancos oder über Alcogías ablaufendes Regenwasser über Gräben oder Kanäle (hier caños genannt) zu Bewässerungszwecken eingeleitet und zeitweise rückgestaut wurde. Ab einem gewissen Wasserpegel, wenn der Boden feucht genug war, um die auszubringende Saat zum Keimen zu bringen,…

Arenado (Synonym: Enarenado)

Arenado (Synonym: Enarenado)

Arenado bzw. enarenado, ein kanarischer Begriff, der vom spanischen Verb enarenar (mit Sand bestreuen) abgeleitet wurde, bezeichnet eine Methode des Trockenfeldbaus, bei der eine Sand- oder Lapillischicht als Bodenbelag genutzt wird, um die Erdfeuchte auf natürliche Weise und auch ganz ohne Regenwasser oder künstliche Bewässerung zu regulieren: Die Sand- oder besonders saugfähigen Vulkanpartikel speichern nachts…

Galerías

Galerías

Galerías sind in den Berg/Vulkan getriebene Tunnelsysteme, in die das Oberflächenwasser durch die porösen Gesteinsschichten hinein sickert und darin weiter geleitet wird. Im Risco de Famara gibt es mehrere Galerías, die ab 1925 gebaut wurden, aber heute nicht mehr in Betrieb sind. Die „Galería de Chafariz“ im Temisa-Tal, an deren Ende es ein Wasserbecken als…

Fuentes, Manantiales

Fuentes, Manantiales

So werden Quellen genannt. Es gibt Hinweise darauf, dass es früher, noch bevor die Galerías gebaut wurden, im Risco de Famara mehrere und im Temisa-Tal und bei Feméz eine oder zwei Quellen gab, aus denen permanent Wasser ausgetreten ist. Insgesamt gibt es 15 Toponyme, die den Begriff „Fuente“ beinhalten. Heutzutage soll es nur noch drei…

Pozos

Pozos

Pozos sind Gruben/Brunnen mit einem Durchmesser von 1 bis 2,5 m und in der Regel einer Tiefe von wenigen bis 20 m. In höheren Insellagen wurde über die Pozos das Wasser von Sickerwasser führenden Gesteinsschichten entnommen, in Küstennähe wurde dort Regenwasser gesammelt. Die Pozos sind nicht mehr in Betrieb. Entweder sind sie aufgrund langjähriger Wasserentnahmen…

Staubecken von Mala

Staubecken von Mala

Ende der 1970er wurde es gebaut und sollte laut Plänen 135.000 Kubikmeter Wasser bereit halten. Aufgrund von Baumängeln war das Staubecken von Anfang an undicht. Nur nach ergiebigen Regenfällen füllt sich das Becken ganz langsam und nur für kurze Zeit. Unterhalb des Staubeckens gibt es ein kleines Bassin, das als Zapfstelle für Wassertransporter dient. Manchmal…

Teseguite: Die verfluchte „Casa de María Cruz“

Teseguite: Die verfluchte „Casa de María Cruz“

Die Ruine mit dem Namen „Casa de María Cruz“ befindet sich in Teseguite. Hier ein Foto – im Hintergrund ist El Mojón zu sehen. In diesem Haus wohnte bis 1919 María del Rosario Cruz Bello (kurz: María Cruz), die nebenan einen kleinen Laden hatte und die Einnahmen immer in ihrem Haus aufbewahrte. An einem Maitag…

Pulpear mit Clotilde – auf Krakenfang unterhalb vom Risco de Famara
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Pulpear mit Clotilde – auf Krakenfang unterhalb vom Risco de Famara

Clotilde ist eine über 70-jährige Bäuerin aus Máguez. Die kümmerlichen Erträge, die sie dem Boden ihrer Felder mühevoll abringen muss, die Milch ihrer wenigen Ziegen sowie das Meer ernähren sie. Seit Jahrzehnten macht sie sich regelmäßig auf den langen, steilen und beschwerlichen Weg zum Küstenabschnitt unterhalb des Risco de Famara, um dort Kraken zu fangen…